machina eX – Das Team 2 © machina eX/Philip Steimel

machina eX macht Computerspieltheater, Point ’n‘ Click Adventures in lebensechter Grafik. Anstatt mit Bildschirm und Tastatur wird bei uns mit Räumen, Objekten und Menschen gespielt.  Unsere Zuschauer wachsen zu Spielergruppen zusammen und erschließen sich die
Geschichte durch das Lösen von Rätseln.

Wir gestalten ein immersives Erlebnis irgendwo zwischen Computerspiel, Theater und interaktiver Installation.  Durch ein komplexes System von Sensoren, Elektronik und Computerprogrammen schaffen wir inter-reaktive Räume, in denen die Geschichten spielbar werden. Gemeinsam tauchen die Spielergruppen in die Welt des Spiels ein und finden sich inmitten der Handlung wieder, die ohne deren Initiative nicht voranschreitet: Sie folgen den Performer_innen – den „Computerspielfiguren“ – durch die lebensecht gestaltete Räume, untersuchen Schubladen und Schränke, lösen die Rätsel und treffen Entscheidungen, die Ereignisse auslösen und den Fortgang der Geschichte wesentlich beeinflussen.

Seit unserer Gründung im Jahr 2010 haben wir neun originäre Adventures realisiert – als Theaterabend, aber auch im Rahmen von Gaming Festivals oder im Kontext  einer Kunstausstellung. Wir verstehen uns als Gamelabor und sind ständig am Entdecken und Entwickeln neuer Formate, Spielsysteme und interaktiver Geschichten.

Unsere Game-Formate lassen nur kleine Zuschauergruppen zu, die das intensive Spielerlebnis und den Austausch zwischen den Spieler_innen ermöglichen. Durch eine erhöhte Aufführungsfrequenz können die Produktionen dennoch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Neben Gastspielen und neuen Produktionen bieten wir auch diverse Workshops für Jugendliche und Erwachsene zum Thema Gaming und Theater oder zur technischen Umsetzung (Arduino, Max MSP, Processing…) an.

Auszeichnungen

Die 2011 für das Festival 100° Berlin entwickelte mobile Dystopie 15.000 Gray wurde mit dem Jury Preis des Festivals ausgezeichnet und unter anderem zum Festival Impulse nach Düsseldorf, zum Best-OFF-Festival der Stiftung Niedersachsen nach Hannover, zum Körber-Studio Junge Regie nach Hamburg und zum Donaufestival nach Krems eingeladen. 2012 wurde das Medientheaterkollektiv machina eX in Partnerschaft mit dem FFT Düsseldorf für das Residenzprogramm Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes ausgewählt.

 

Pressestimmen zu machina eX

„(…) Dass die Hildesheimer Theater-meets-Computerspiel-Pioniere von machina eX für ihren neusten Abend „Toxik“ Martin Ganteföhr als Konzeptentwickler und Texter gewinnen konnten, ist schon so etwas wie ein Coup. (…) Dräuende Sounds und ein auf Retro getrimmtes hypertrophes Bühnenbild (von Regisseurin Anna Fries entworfen) geben einen veritablen „Twin Peaks“-Appeal. (…) „Toxik“ radikalisiert jetzt das mechanische Prinzip und bietet so etwas wie die Apotheose des Panzerknackens.“ Christian Rakow, nachtkritik, 07.10.2015

„(…) Die Perfektion dieser Situationen, die machina eX ihrem Publikum bietet, ist neben dem enormen Spaßfaktor die große Qualität dieses jungen Performancekollektivs. Denn es gelingt ihm ganz nebenbei, dass sich der Zuschauer weder ausgestellt oder genötigt fühlt zu partizipieren, sondern sich ohne weitere Bedenken auf die Spielsituation einlässt. Vielleicht ist das das Resultat des intimen Rahmens (…) – Oder aber auch schlicht großes Illusionstheater…“
aus dem Impulse-Festival-Programmtext der Kuratorin Tamina Theiß

„machina eX gelingt es, den Zuschauer in einen schwerelosen Zustand der Abstandslosigkeit zu verzaubern. Illusion und Wirklichkeit verführen gleichermaßen. Staunend eröffnet sich eine (…) Parallelwelt, die es gemeinsam in einer Schicksalsgemeinschaft zu durchqueren gilt. Es ist, als würde man in einem David Lynch-Film oder Computerspiel ausgesetzt werden, aus dem man sich nur durch das Beantworten raffinierter Fragen und mit einem breiten Dauergrinsen wieder befreien kann. (…) Das nächste Level wird hier zur Leerstelle der eigenen Fantasie einer Geschichte, die vor mir begann, die mit mir eskaliert, und nach mir, in mir, weiter lebt. (…) machina eX gelingt (…) etwas sehr besonderes: Sie erzählen eine Geschichte, und in der Art wie sie es tun, erschaffen sie im Theater etwas »Neues«.“
Marc Prätsch, Jury des Best OFF Freier Theater Niedersachsen

„Aufwendig präpariert [machina eX] ganze Gebäudetrakte mit Requisiten, Lautsprechern, Sensoren und Computertechnik, um ein reales Adventure-Game zum Durchlaufen zu erschaffen. […] Flexibilität und die Offenheit verleihen den „Machina eX“ Inszenierungen ihren Reiz. Sie gehören fraglos zu den am konsequentesten konzipierten Verbindungen zwischen Game und Theater.“
GEE und Spiegel Online über Gaming und Theater und machina eX: Daniel Kringiel

„Wenn man das bürgerliche Theater seit Lessing als ein Selbstvergewisserungs- und auch Selbstaktivierungsinstrument einer Gesellschaftsschicht begreift, dann stellt das Spielformat von »machina eX« eine durchaus sinnvolle Anpassung dieses Instruments an die gegenwärtigen Zustände dar.“
Tom Mustroph, Neues Deutschland, 02.03.2011

„machina ex (…) ist ein echtes Highlight: Gamer werden sich über die vielen kleinen Anspielungen freuen, und die, die niemals ein Point and Click Adventure gespielt haben, freuen sich über die detailverliebten Kulissen und darüber endlich einmal selbst etwas tun zu dürfen.“
Zündfunk, Bayrischer Rundfunk, Christian Schiffer

„Das ist die Zukunft des Theaters! Gameplay und Theater: Das beste aus beiden Welten vereint.“
on3, Spielwiese, Bayrischer Rundfunk